Schacholympiade 2008 in Dresden

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SV Württemberg e.V., Stuttgart

Datum: 27.10.2006

Simultanspieler: Jussupow

Spielort: Spielmesse, Messe-/Kongresszentrum Stuttgart

unter der Moderation von Herrn Dürr, Refernet für Ausbildung im DSB

 

OLYMPIA-SIMULTAN-SCHACHTREFF

auf der Stuttgarter Spielemesse vom 26. bis 29. Okt. 2006

Bericht von Walter Pungartnik und Michael Meier, SV Württemberg e.V., Stuttgart

Bei der diesjährigen Spielemesse in Stuttgart beteiligte sich der Schachverband Württemberg SVW und die Württembergische Schachjugend WSJ, mit Unterstützung des Deutschen Schachbundes und des Schachbezirks Stuttgart, wieder mit einem attraktiven Programm und Schachstand.

Die dargebotenen Schachaktionen, vom Schachlösewettbewerb über freies Schachspiel bis hin zu Simultanschach waren ein voller Erfolg für den Schachverband sowie der WSJ und ich denke auch für die Messebesucher selbst. Dies wurde durch die rege Teilnahme an den angebotenen Aktionen und den meist voll besetzten Schachtischen beim" freien Spielen für jedermann " dokumentiert. Speziell am Samstag und Sonntag war die „Hölle los“! Ein freier „Schachtisch“ war fast nur noch mit massivem Körpereinsatz zu ergattern, ganz im Gegensatz zu Donnerstag und Freitag (normale Schul- und Arbeitstage), die fast durchwegs nur schwach besuchte Ausstellungsräume zeigten.

 

/images/uploads/81b8cf76d6d6f9bc7918b9bf30bcb908.jpgDennoch waren am Freitag beim Höhepunkt unserer diesjährigen Präsentation, dem Simultanspiel mit GM Artur Jussupow alle 15 Schachbretter mit interessierten Messebesuchern sofort voll besetzt. ([Bild: Artur Jussupow bei der Begrüßung durch Herrn Walter Pungartnik)
Sehr hilfreich war dabei, dass wir einen sehr attraktiven und gut frequentierten Standort direkt im Kongresszentrum B, neben dem Ravensburger Spielstand hatten. An dieser Stelle sei hierzu der Messeleitung besonders gedankt. Auch dem DSB und dem Schachbezirk Stuttgart wollen wir für Ihre materielle und finanzielle Unterstützung herzlich danken..

Der Schachlösewettbewerb mit einfachen, aber sehr originellen "Einzügern" für Anfänger und Hobbyspieler, war besonders am Samstag und Sonntag ständig von heftig diskutierenden Besuchern umlagert, aber die richtige Lösung war oft doch nicht so einfach wie es zuerst schien. In der Regel wurde dann meistens, nach gemeinschaftlichen Beratungen und Tipps der Stand-Betreuer, doch noch die richtigen Lösungen gefunden. Für die Profis oder "Fortgeschrittenen" gab es noch richtige knackige Schachaufgaben, die wirklich nur von wenigen Teilnehmern gelöst wurden. Als Anreiz gab es dann an jeden Messetag zu Ausklang einige kleinere Sachpreise für die richtigen Lösungszüge zu gewinnen. Am Sonntag Nachmittag, kurz vor dem Ende des Messetages, wurde neben den obligatorischen Sachpreisen der heiß begehrte Schachpokal aus den richtigen Lösungen aller 4 Tage (ca. 250 Lösezettel), ausgelost. Der glückliche Gewinner des SVW-Pokals war der Schüler Daniel Schweiker aus Wahlheim, herzlichen Glückwunsch. An dem 4-tägigen Lösewettbewerb beteiligten sich ca. 300 Messebesucher.
Am 1. und letzten Messetag luden talentierten württembergische Nachwuchsspieler die Besucher zu Simultanwettkämpfen ein, die jeweils ab 14.00 Uhr begannen. Bei diesem „Simultanspiel am laufenden Band“, das jeweils zirka 3,5 Std. dauerte, konnten nach Beendigung einer Partien, immer wieder neue Messeteilnehmer für einen „Neueinstieg oder Neuversuch“ animiert werden. Pro Simultanspieler wurden etwa 16 bis 20 Partien gespielt und die meisten auch gewonnen. Jens Hirneise, (DWZ 2033) ein Verbandsjugend-Spieler vom der Sabt. SpVgg Rommelshausen, gab von seinen 16 Partien nur 2 Partien als verloren ab. Der jüngste Simultanspieler, Fabian Lobmeyer vom SV Wolfbusch (erst 13 Jahre alt), spielte ca. 20 Partien und gab ebenfalls nur 2 Partien ab – eine tolle Leistung dieser beiden Jugendtalente!

 

/images/uploads/9cec7b5bf8c7e64fadc5a14c3c9898bb.jpgUnser wahrer Messehöhepunkt war natürlich die Simultanschach-Veranstaltung mit GM Artur Jussupow ( ELO ca. 2600 ) vom BL-Verein SG 1868 Aljechin Solingen am Freitag Nachmittag ab 14.00 Uhr. Die 15 bereitgestellten Schachbretter waren von Beginn an fast immer „voll besetzt“, denn sobald ein Brett frei wurde war es bald wieder durch einen neuen Messebesucher belegt. GM Jussupow absolvierte während seiner 3-stündigen Vorstellung ca. 27 Partien, wobei er alle Partien souverän gewann! Hierbei zeigte sich wieder seine ganze schachliche Routine, denn er stellte jeden Teilnehmer frei, mit welchen Steinen (weiß oder schwarz) er antreten wollte. Gleich anschließend an diesem Simultanschach fuhr GM Jussupow nach Baden-Baden weiter, da er am nächste Tag seinen BL-Wettkampf gegen den Weltklassespieler und GM Viswanathan Anand (Elo 2779, 2. Rang in Deutschland !) von der BL-Mannschaft Ooser SC 1930 Baden-Baden bestreiten musste ( oder durfte ). Diese Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem DSB im Zuge der Werbeaktion für die kommende Schacholympiade 2008 in Dresden statt.

Am Samstag spielte dann WIM Marina Olbrich, (Elo 2310) mehrmalige Deutsche Blitzschach-Meister der Frauen, simultan. 26 Teilnehmer fanden während der 3,5-stündigen Veranstaltung den Mut, öffentlich unter den Augen zahlreicher Messebesuchern, gegen eine „Frau und Schachmeisterin“ zum Schachwettkampf anzutreten. Sie gab 3 Remis ab und verlor 2 Partien, gegen Sotirios Stavridis vom SchachDepot Stuttgart und gegen Bernhard Hasche einen vereinslosen Hobbyspieler, ebenfalls aus Stuttgart. Auch Frau Olbrich spielte abwechselnd mit den weißen und schwarzen Steinen, was natürlich eine zusätzliche Erschwernis für sie darstellte. Im Durchschnitt benötigte sie nur ca. 8 Minuten pro Partie, also etwas mehr wie bei einer normalen Blitzpartie.

Bei den Forum-Pädagogik Vorträgen im Congresscentrum B standen auch zwei Schachvorträge auf der Angebotsliste der Messeorganisation. „Schach im Kindergarten – geht dies?” von Gabriele Häcker und “Schachfaszination in Schulen” von Walter Pungartnik. Die Beteiligung und der Andrang zu diesen beiden aktuellen und interessanten Workshops – gerade in Hinblick auf das Schulangebot bei Ganztagesschulen - hielt sich jedoch in Grenzen und fiel etwas enttäuschend aus.

Abgerundet wurde diese Schachveranstaltung mit einem Schachverkaufsstand vom SchachDepot – Stavridis Sotirios bei dem es auch Gelegenheit gab diverses Schachmaterial, einschließlich Schachlehrbücher, käuflich zu erweben, bzw. sich darüber ausreichend zu informieren. Auch unsere Schachwerbe- und Infomaterialien seitens des SVW / WSJ und mancher Schachvereine in Stuttgart, wurden teils sehr interessiert angenommen.

Der Schachpräsentationsstand und die durchgeführten Schachtreff-Aktionen standen unter der organisatorischen Leitung von Walter Pungartnik, Breitenschachreferent und Vizepräsident des SVW und Michael Meier, 1. Vorsitzender der WSJ. Besonders erwähnt und gedankt sei hier noch der 2. Vorsitzende der WSJ, Gabriele Häcker, die an allen 4 Tagen im Einsatz war. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch für alle anderen Einsatzkräfte, sie haben alle dazu beigetragen, dass diese Schachpräsentation wirklich ein voller Erfolg für den SVW / WSJ und für den Schachsport im allgemeinen wurde. Schätzungsweise 600 bis 800 Messebesucher haben sich aktiv an unseren Schachaktionen beteiligt, dies gibt uns auch den Mut, bei der nächsten Stuttgarter – Spielemesse 2007, auf dem neuen Messegelände beim Flughafen, wieder dabei zu sein