Schacholympiade 2008 in Dresden

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SC Forchheim

Datum: 25.06.2006

Simultanspieler: GM Klaus Bischoff und Melanie Ohme (JOM)

Spielort: Paradeplatz Forchheim (bei schönem Wetter), alternativ: Rathaussaal Forchheim

unter der Moderation des DSB-Beauftragter, Herrn Winkler

 

Matt unter freiem Himmel!

Gelungene Simultanveranstaltung in Forchheim/Melanie Ohme mit Top-Ergebnis

Text: Stefan Winkler, Fotos: (c) Udo Güldner

Sommer, Sonne, Schach! Dieses Motto herrschte vor bei einer weiteren, sehr gelungenen Veranstaltung im Rahmen der Simultantournee des DSB, die am 25.06.06 im oberfränkischen Forchheim über die Bühne ging. Organisationsprofi Udo Güldner hatte alles mustergültig vorbereitet. Auf dem Paradeplatz im Zentrum Forchheims standen schon morgens um 11:00 die Zeichen auf Schach!

Der Nationalspieler und amtierende deutsche Schnellschachmeister, Großmeister Klaus Bischoff, sowie Melanie Ohme, 15-jähriges Ausnahmetalent aus Leipzig-Gohlis, deutsche U 16 Meisterin und Mitglied des Jugend-Olympiateams, warteten darauf, auf die Gegnerschaft zwischen 5 und 80 Jahren losgelassen zu werden. Für Melanie Ohme war es die Premiere, und, um es vorwegzunehmen, sie meisterte ihre Aufgabe absolut souverän.

 

/images/uploads/afe4b8d59b509e5ae872859cee103622.jpgNachdem der Landrat kurzfristig abgesagt hatte, sprach der Oberbürgermeister der Stadt Forchheim, Herr Franz Stumpf zur Schachgemeinde. Der Vereinsvorsitzende Berthold Bartsch eröffnete die Veranstaltung. Als Ehrengäste waren zugegen der Kreisvorsitzende Peter Nickmann aus Fürth sowie der Bezirksvorsitzende Hans Siegfried (Ansbach).

Die Spielervorstellung und die spätere Moderation übernahm der regional bekannte Schau- und Schachspieler Stefan Lang. Er unterfütterte das Geschehen an den Brettern mit launigen und fachkundigen Kommentaren („Bischoff lehnt remis ab, warum wiederholt er dann die Züge?“), hielt die Kiebitze auf dem Laufenden und lockte interessiertes Publikum an. An einem lauschigen Brett unter einem Schatten spendenden Baum landete die Hinterlassenschaft eines Vogels. „Dieser Vogel hat Ahnung vom Schach!“, vermeldete er schlagfertig.

 

/images/uploads/fa583b25bea3196d6352c4be1ed29e79.jpgUnterdessen jagte Klaus Bischoff eilenden Schrittes von Brett zu Brett, dass man meinen konnte, er wolle den Simultan-Geschwindigkeitsweltrekord brechen. Trotz drückender Hitze ließ er es sich nicht nehmen, bis zum Schluss mit Sakko zu spielen. Das hatte Stil!

Etwas geruhsamer, aber nicht minder zielstrebig ging Melanie Ohme ans Werk. Besonnen schritt sie ihre 20 Bretter ab und führte sehr sicher wirkend ihre Züge aus. Gegen 12:45 verkündete Stefan Lang die erste Punkteteilung. Ohme nach Beendigung der letzten Partie gegen 14:45: „Nach dem ersten frühen remis war mir nicht so wohl zumute.“ Diese Sorge war unbegründet. Sie kam immer besser in Fahrt und „erlegte“ einen Gegner nach dem anderen, zuletzt den blinden Schachfreund Karl Muth aus Forchheim. Zwischendurch hatte sich noch ein CSU-Stadtrat unter die Gegnerschaft gemischt, aber auch bei dem Politiker kannte Melanie keine Gnade. Am Ende standen 20 Siege und ein remis zu Buche, eine Leistung, vor der man den Hut ziehen muss! Die sympathische Melanie: „Jetzt bin ich richtig k.o.!“

Nicht minder beansprucht war GM Klaus Bischoff, der übrigens ab der kommenden Bundesligasaison den Aufsteiger TSV Bindlach verstärken wird.
Etwas früher, nämlich um 14:20, hatte er die letzte der 30 Partien beendet. Kein Wunder bei dem Tempo, das er an den Tag legte. Sein Endergebnis lautete: +24, =5, -1.

 

/images/uploads/738802542c4fa351e735e439aed47a8b.jpg(Das Photo zeigt den ältesten Teilnehmer der Veranstaltung: Hans Kaiser (80), der noch dazu eine Punkteteilung gegen GM Klaus Bischoff erreichte.)

Diese eine Niederlage fügte ihm der erstaunlich spielende 11-jährige Schüler Leon Mons zu, der in Forchheims Jugendgruppe bestens betreut und trainiert wird. Laut Jugendleiter Udo Güldner spielt er überhaupt erst seit 1 ½ Jahren Schach! Die Publikumsresonanz war zufrieden stellend. Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Schweden am Vortag schliefen einige wohl noch ihren Rausch aus. Dennoch war Nachfrage da, insbesondere nach der so erfolgreichen Kinder- und Jugendabteilung. Da erteilte Udo Güldner natürlich gerne Auskunft ( http://www.schachclub-forchheim.de ). Schließlich war das neben der Werbung für die Schacholympiade 2008 in Dresden der Hauptgrund für die Veranstaltung.